Gerichtliche Forderungsbeitreibung

 

Die kostengünstigste Variante der Titulierung ist die Durchführung eines gerichtlichen Mahnverfahrens, an dessen Ende idealerweise der Erlass eines Vollstreckungsbescheides steht. Darüber hinaus bietet das gerichtliche Mahnverfahren die Möglichkeit, rasch an einen vollstreckbaren Titel zu gelangen, da das Gericht das Bestehen der Forderung nicht prüft.

Das gerichtliche Mahnverfahren eignet sich somit für Forderungen, die unstreitig sind und eine Gegenwehr vom Schuldner nicht zu erwarten ist. Nach Erlass eines Mahnbescheides besteht für den Schuldner die Möglichkeit, gegen den Mahnbescheid Widerspruch einzulegen. Manche Schuldner machen hiervon Gebrauch um Zeit zu gewinnen. Im Falle eines Widerspruchs ist das sogenannte ordentliche Verfahren durchzuführen, das bedeutet, dass das Mahnverfahren in ein sogenanntes ordentliches Verfahren übergeleitet wird, welches mit einem gerichtlichen Urteil endet.

Legt der Schuldner keinen Widerspruch ein, wird der Erlass eines Vollstreckungs-bescheides beantragt. Hiergegen kann der Schuldner Einspruch einlegen, mit der Folge, dass das Mahnverfahren ebenfalls in ein ordentliches Verfahren mündet, bei welchem das Gericht über das Bestehen der Forderung urteilt.

Zwangsvollstreckung

Nach Vorliegen von Mahnbescheid oder Urteil erfolgt, soweit der Schuldner seiner Zahlungspflicht immer noch nicht nachkommt, die Zwangsvollstreckung. Maßnahmen sind hierbei beispielsweise der Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses, wobei Forderungen des Schuldners gegen Dritte wie Arbeitgeber, Bank oder sonstige Drittschuldner gepfändet werden. Möglich ist aber auch die Sachpfändung, damit Sie endlich an Ihr Geld kommen.